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Beim Fensterkauf geht es meist darum, das Haus zu modernisieren und die Energiekosten zu senken. Dabei sollte man den beiden grundlegenden Bestandteilen von Fenstern große Aufmerksamkeit angedeihen lassen: Dem Fensterrahmen und der Verglasung.

Welcher Fensterrahmen ist der richtige?

Wer neue Fenster kaufen will, hat die Qual der Wahl. Es stehen unterschiedliche Materialien für den Fensterrahmen zur Verfügung. Dennoch gibt es fünf grundlegende Bewertungskriterien, an denen sich ein guter Fensterrahmen erkennen lässt:

1. Fensterrahmen bietet Schutz vor eindringender Kälte, Schimmel- und Kondenswasserbildung, Nässe und Feuchtigkeit.
2. Fensterrahmen schützt vor Einbrechern
3. Fensterrahmen ist wartungsarm
4. Fensterrahmen ist witterungsbeständig
5. Fensterrahmen ist schallhemmend

Zur Auswahl stehen Aluminiumrahmen, Holzrahmen, Holz-Aluminium-Rahmen und Kunststoffrahmen. In der Praxis haben sich die Kunststoffrahmen am ehesten durchgesetzt, weil sie mit zahlreichen Vorteilen aufwarten können. An erster Stelle steht hier wohl der Preis, denn aufgrund des günstigen Werkstoffs sowie der guten und einfachen Verarbeitung von Kunststoff werden Fensterrahmen aus Kunststoff sehr preisgünstig angeboten.

Durch spezielle Konstruktionen der Rahmen mit mehreren Kammern bieten sie optimalen Schutz vor eindringender Kälte und Feuchtigkeit. Wer Fenster kaufen will, findet beim Kunststoffrahmen immer häufiger hochwertige Einbruchschutzmechanismen, wie die Pilzkopfverriegelung, die den Einbrechern ein Aufhebeln des Fensters deutlich erschwert. Ebenfalls sind Kunststoffrahmen wartungsarm und witterungsbeständig. Schutzanstriche und Co., wie sie für Holzrahmen nötig sind, entfallen beim Kunststofffenster gänzlich.

Zusätzlich sind Kunststoffrahmen durch eine integrierte Stahlarmierung sehr robust und stabil. Das Material lässt sich zudem sehr gut recyceln, so dass die Rohstoffe aus Kunststofffenstern nahezu zu 100 Prozent wieder in den Wirtschaftskreislauf zurückgeführt werden. Die hohe Lebensdauer, die mit 25 bis 50 Jahren angegeben wird, tut dann ihr Übriges.

Welches Fensterglas sollte ich wählen?

Doch der Rahmen ist nur die halbe Miete. Wer Fenster kaufen will, sollte ebenso großen Wert auf das Glas legen. Eine hochwertige Verglasung bietet heute

» Wärmedämmung
» Schallschutz
» Einbruchschutz

Außerdem ist sie vergleichsweise bruchfest. Von besonderer Bedeutung in diesem Zusammenhang sind die Mehrfachverglasung und das Verbundsicherheitsglas. Die Mehrfach- oder auch Wärmeschutzverglasung ist heute üblich, wenn man neue Fenster kaufen will. Einscheibenverglasungen sind am Markt praktisch nicht mehr zu finden. Zwei- oder Dreischeibenverglasungen bieten einen höheren Wärmedämmwert. Als spezielles Isolierglas wird die Zweischeibenverglasung mit einem Abstandshalter zwischen den beiden Scheiben versehen. Besser ist das Wärmeschutzglas. Es kann aus zwei oder drei Einzelscheiben zusammengesetzt werden, wobei die Scheibenzwischenräume oft mit Edelgas befüllt und die Scheiben selbst zusätzlich beschichtet sind. Dadurch werden U-Werte zwischen 0,5 bis 1,2 W/m²K erreicht, die auch die heutigen gesetzlichen Anforderungen an neue Fenster erfüllen können.

Darüber hinaus findet sich das Verbundsicherheitsglas. Es eignet sich immer dann, wenn man neue Fenster kaufen will, aber auch zusätzlich für einen effektiven Einbruchschutz sorgen möchte. Zwischen dem inneren und dem äußeren Glas wird eine Folie eingefügt. Diese Sicherheitsfolie stabilisiert die beiden Scheiben und macht sie sowohl bruch-, als auch splitterfest. Das einfache Einschlagen der Scheiben wird so verhindert.

Ebenfalls interessant, wenn man Fenster kaufen will, kann das Schallschutzglas sein. Es zeichnet sich durch den asymmetrischen Aufbau mit unterschiedlichen Dicken der einzelnen Scheiben aus, welche verschiedene Frequenzbereiche absorbieren. Interessant ist Schallschutzglas vor allem an stark befahrenen Straßen oder in der Nähe des Flughafens, da mit diesem der Lärmpegel in den Innenräumen deutlich reduziert werden kann.